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Urlaub 2010 |
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Deutschland - Italien - Österreich - Deutschland |
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| Ende Mai bis Anfang Juni 2010 sind wir in den Norden Italiens gefahren, an den Gardasee... | ||
| 1. Tag - Garmisch-Partenkirchen (D) - 716km | ||
Der Mercedes Viano surrt... Gegen 10.00 Uhr haben wir uns auf die lange Reise Richtung Süden gemacht. Ordentlich gepackt und den Hund in der Hundebox geht es mit ca. 120 km/h Durchschnitt auf der Bundesautobahn A24 und der A10, westlicher Berliner Ring, vorbei an Berlin und Potsdam. Problemlos und ohne Stau fahren wir weiter auf der A9, ein elend lange Strecke. Leipzig, Nürnberg, München... Die Allianzarena kündet die bayerische Landeshauptstadt an. Wir verlassen die A9... Wir passieren auf dem Weg nach Garmisch-Partenkirchen den Olympiapark in München. Die Berge wirken größer und größer. Wir erreich gegen 18.00 Uhr Garmisch. Da wir wussten, dass dieser Ort ein Zwischenstopp für uns sein soll, haben wir voraus ein Hotel gebucht. Wir übernachten im "Hotel Königshof Garmisch". Das relativ zentral, direkt am Bahnhof gelegene Hotel, bekam auch für den günstigen Preis bei uns seinen Zuschlag: 78,50 €/Doppelzimmer inkl. Frühstück. Nachdem wir kurz ein paar Sachen ausgepackt haben, spazieren wir in die schöne kleine Innenstadt. Wenige Gehminuten sind es nur vom Hotel. Mit dem vom Hotel erhaltenen Stadtplan konnten wir uns gut orientieren. Garmisch-Partenkirchen liegt inmitten eines weiten Talkessels am Zusammenfluss der aus Tirol kommenden Loisach und der im Wettersteingebirge entspringenden Partnach, zwischen Ammergebirge im Nordwesten, Estergebirge im Osten und Wettersteingebirge - mit Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, im Süden. Wir spazieren am Kurpark entlang und bewundern die schönen bayerischen Häuser in Straße Am Kurpark und am Marienplatz. Es ist schön, nach acht Stunden Autofahrt sich die Beine zu vertreten. Wir essen Abendbrot "HB - Hofbräu-Haus" zünftig bayerisch. Wir freuen uns auf den nächsten Tag... |
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| 2. Tag - Bassanega (ITA) - 327km | ||
"Der frühe Vogel fängt den Wurm." - Wir machen uns rechtzeitig auf die Beine und nach einem Frühstück fahren wir weiter Richtung Süden. Entgegen der Routenführung über das Navigationsgerät fahren wir über Grainau aus Garmisch in südliche Richtung. Ein Zwischenstopp an der B 187 in Lermoss am Golfclub Zugspitze Tirol (Parkplatz in Fahrtrichtung links) ist sehr empfehlenswert. Von dort hat man einen atemberaubenden Blick auf die Bergkulisse des Wettersteinmassivs mit Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze und der Ehrwalder Sonnenspitze. Nahe Inssbruck geht es auf den "Brenner". Bereits über den ADAC hatten wir uns die Mautplaketten für die Österreichisches Autobahnen organisiert. Sehr zu empfehlen für die Fahrt über den Brenner ist die Videomaut. Der Nutzer bucht die Anzahl der Fahrten online vorab und mit dem Fahrzeug geht es dann vorbei (links) an der Schlange für die Mautbrücken und durch ein elektronisches Erfassungssystem (Abgleich des Kennzeichens) öffnet sich einfach die Schranke zur Durchfahrt. Dadurch geht das Passieren der Terminals relativ zügig. Italien überrascht uns mit zähem Verkehr, verrosteten Leitplanken und nochmehr Mautterminals. Wobei die Kosten in unseren Augen so der Rede Wert sind. Wir verlassen die A22 an der "Stazione di Mori". Für die letzten knapp 30km benötigen wir etwas länger wie geplant, denn ein Stau von rund 7km vom Ende der ausgebauten Straße bei Mori bis nach Torbole behindert uns. Der erste Blick dann auf den Gardasee bei Torbole ist für jemanden, der erstmalig dort ist, überwältigend. Wir schlängeln uns am Ufer entlang über Riva del Garda nach Limone sul Garda. Dort biegen wir steil aufwärts Richtung Bassanega ab. Die Beschreibung durch den Vermieter ist so, dass das Ferienhaus mit der Wohnung gut zu finden ist. Nur an die steilen Straßen müssen wir uns als Flachlandtiroler erst gewöhnen. Ankunft: 16.30 Uhr. |
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| 3. Tag - Riva del Garda | ||
Am ersten Nachmittag/Abend hieß es auspacken und die Wohnung erkunden. Eine schöne Drei-Zimmer-Ferienwohnung in der Villa Carlotta hatten wir gebucht. Die Wohnung befindet sich in der ersten Etage der Villa. Unter uns ist die Ferienwohnung ebenfalls belegt. Eine herrlicher Ausblick auf den Gardasee von der großen Terrasse lässt den Urlaub sehr gut beginnen. Das Wetter spielt mit... Ab unserer Ankunft nehmen wir alle Mahlzeiten auf der Terrasse ein. Nach dem Frühstück fahren wir über Limone sul Garda nach Riva del Garda. Wir suchen eine Autowerkstatt, denn die Klimaanglage ist wohl defekt. Nachdem wir das Fahrzeug abgeliefert haben, schauen wir uns den Ort an. Riva del Garda ist ein bereits in der Römerzeit besiedelter Ort am nördlichen Ufer des Gardasees und der einzige größere Ort am Gardasee, der zum Trentino gehört. Riva gehörte früher zu Österreich-Ungarn und wurde damals auch Reiff am Gartsee genannt. Im Zuge des Vertrags von St. Germain wurde es nach dem Ersten Weltkrieg an Italien abgetreten. Bis zum Ende des Krieges war Riva eine Festung und wurde von der italienischen Artillerie beschossen, was erhebliche Schäden anrichtete. Viele Teile der ehemaligen Befestigungsanlagen sind noch völlig intakt und können besichtigt werden. Am ehesten erkennt man die Strandbatterie San Nicolo im Yachthafen, sowie die Strandbatterie Bellavista in der äußersten Nordwestecke des Sees direkt an der Ponalepassstraße. Heute ist Riva del Garda ein beliebter Touristenort. Wahrzeichen ist der leicht schiefe Torre Apponale, ein 34 m hoher Uhrturm aus dem Jahre 1220, der über dem Hafen von Riva aufragt. Dieser liegt am Piazza 3 Novembre und hat wahrscheinlich als Bergfried der ersten Festung gedient. Von dort hat man einen Ausblick über Hafen und Stadt. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Rocca di Riva, eine Stadtburg, die ganz von Wasser umgeben ist und auf das 12. Jahrhundert zurückgeht. Die später im Besitz der Skaliger befindliche Burg erhielt ihr heutiges Erscheinungsbild im 16. und 17. Jahrhundert. Heute beherbergt sie das städtische Museum Museo Civico in dem unter anderem Gemälde und archäologische Funde ausgestellt sind. Mit nur kurzer Kühlung im Auto geht es zurück zur Ferienwohnung. Die Klimaanlage ist so defekt, dass wir erst daheim eine Reparatur in Angriff nehmen wollen. Nach einem Bad im hauseigenen Swimmingpool und einem ausgiebigen Abendessen spazieren wir noch Tremosine. Es geht "einmal übern Berg". Der vermeintlich kurze Weg, unter anderem über die "via della Fontane" (Theodor Fontane?), entpuppt sich als recht anspruchsvoll. Wir benötigen für die ca. drei Kilometer fast eine Stunde. Aber der Ausblick auf den Gardasee von Trimosine entschädigt. |
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| 4. Tag - Malcesine und Monte Baldo | ||
Heut`gehts übern See. Das ist quasi das Motto des Tages. Wir fahren mit dem Auto nach Limone sul Garda. Richtung Riva auf der linken Seite kommt ein Parkhaus, wo auf drei Etagen (Zufahrt der einzelnen Etagen über eine Straße) recht preisgünstig das Auto parken kann. Zudem ist bei der oberen Etage kein Dach vorhanden, so dass auch höhere Fahrzeuge mühelos hier parken können. In der kleinen, sehr schönen Altstadt von Limone holen wir uns ein Ticket für die Hin- und Rückfahrt. Knapp 15€/Person fallen an. Die Schiffe verkehren am Tag zu unterschiedlichen Zeiten zwischen den Orten, d.h. es gibt keine Regelmässigkeit (bspw. alle halbe Stunde). Bitte informieren Sie sich vorab. Die Fahrt ist sehr angenehm... Achtung: Sonnenschutz dabei haben! Malcesine wird am anderen Ufer immer größer... Das Castello Scaligero ist weithin sichtbar. Wir legen im Hafen an und machen uns gleich durch die engen Gassen auf, unser Tagesziel zu erreichen. Es geht auf dem Monte Baldo. Die Seilbahnstation ist von weitem gut wahrnehmbar. Mit einem Zwischenstopp und umsteigen geht es mit einer der modernsten Seilbahnen der Welt auf den Gipfel. Zudem gibt es eine Besonderheit der Seilbahn von Malcesine: die Kabinen auf dem zweiten Streckenabschnitt drehen sich um sich selbst und so entsteht nicht nur eine 360°-Panoramaaussicht sondern auch das Gefühl des Fliegens. Auch hier sind knappe 15€/Person für die Hoch- und Runterfahrt erforderlich. Der Monte Baldo ist ein zwischen Gardasee und Etsch gelegener, etwa 30 Kilometer langer Bergrücken, der zum Gebirgszug der Gardaseeberge zählt. Er besitzt keinen ausgezeichneten Gipfel, aber einige Spitzen: Monte Altissimo di Nago (2.079 Meter), Cima del Longino, Cima delle Pozzette (2.179 Meter), Cima Valdritta (2.218 Meter) und Punto Telegrafo (2.200 Meter). Für Botaniker ist die Vegetation am geschützten Osthang eine Fundgrube von Arten. Etliche Pflanzen kommen in Europa nur hier vor, da der Monte Baldo ein Nunatak ist, also ein Berg, der durch die Eiszeiten hindurch immer aus der Eisdecke herausragte und auf dem so urtümliche Pflanzen und Tiere überleben konnten. Nach unserer ausgibigen Gipfelerkundung und der Abfahrt vom Bergmassiv schauen wir uns Malcesine an. Malcesine wird häufig als "Perle des Gardasees" bezeichnet. Geprägt ist das Bild durch die Altstadt mit ihren vielen engen Gassen und der von weithin sichtbaren Skaligerburg. Diese steht auf einem Felsvorsprung direkt am Ufer des Sees und gewährt vom Turm aus einen Blick über den Ort und den Nordteil des Sees. Auch Goethe machte 1786 während seiner berühmten "Italienreise" Station in Malcesine. Dabei wurde er sogar kurz wegen Spionageverdachts festgehalten, als er beim Zeichnen der Skaligerburg beobachtet wurde. Dennoch zeigte er sich in seinen Tagebuchaufzeichnungen fasziniert von dem Ort und seinen Menschen. Eine Büste in der Burg erinnert an seinen Besuch sowie eine Gedenktafel, die am Hotel San Marco in unmittelbarer Nähe zum Hafen angebracht ist. |
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| 5. Tag - Venedig (ITA) - 200km | ||
Das war der wohl schwierigste Tag, was die Vorbereitungen betraf... Wie kommen wir am besten nach Venedig. Zug, Zug-Auto, nur mit Auto oder eine organisierte Busfahrt. Am Ende haben wir uns für das Auto entschieden und das war sehr gut... Gegen 09.00 Uhr verlassen wir unsere Ferienwohnung und fahren auf dem direkten Weg über Riva del Garda, Torbole und Mori auf die Autobahn A22 Richtung Verona. In Verone wechseln wir auf die Mautpflichtige A4 Richtung Venedig. Die Fahrt geht gut, denn nur auf der Gegenfahrbahn und der mautfreien Parallelstraße ist Stau und sehr zähfließender Verkehr. An der Abfahrt "Mira-Oriage" verlassen wir die A4 und fahren Richtung Fusina. Vorab haben wir herausgefunden, dass in Fusina, in einem Industriegebiet, ein Campingplatz (WoMo/Caravan willkommen) mit großem Parkplatz für Tagestouristen Venedig ist, von dem ein Shuttleboot jede Stunde nach Venedig ablegt. Ab der Autobahnabfahrt ist der Campingplatz sehr gut ausgeschildert. Für ein Fahrzeug sind 4€/12 Stunden fällig. Pro Person kostet die Hin- und Rückfahrt mit dem Schiff 10€. Mehr Informationen sind hier zu finden. In Zattere verlassen wir nach knapp 25 Minuten schöner Fahrt das Schiff. Von dort erkunden wir die Lagunenstadt mit den Höhepunkten Marcusplatz und natürlich einer Gondelfahrt. Venedig ist die Hauptstadt der Region Venetien und der Provinz Venedig und trägt den Beinamen La Serenissima ("Die Allerdurchlauchteste"). Am 31. Dezember 2009 zählte man 270.801 Einwohner in Venedig. Rund ein Jahrtausend lang war die Stadt als Republik Venedig eine der bedeutendsten politischen und wirtschaftlichen Mächte und eine der größten europäischen Städte, bis ihre Selbstständigkeit 1797 endete. Ihr Adel, der politisch dominierte, stellte zeitweise den größten Zwischenhändler zwischen Westeuropa und dem östlichen Mittelmeer dar. Die Stadt profitierte vom Handel mit Luxuswaren, Gewürzen, Salz und Weizen, entwickelte sich zugleich zum größten Finanzzentrum. Venedig und seine Lagune stehen seit 1987 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Sie haben überaus häufig inspirierend auf Künstler gewirkt, zugleich ist Venedig eine der am häufigsten von Touristen aufgesuchten Städte. Mit den daraus resultierenden Einnahmen versucht man, die überalterte und von häufigen Überschwemmungen (acqua alta) bedrohte Stadt zu sanieren und ihr neben den traditionellen Lebensgrundlagen neue zu erschließen. Um mit der Gondel zu fahren, haben wir auch viel im Internet recherchiert. Vorallem die überzogenen Preise schrecken ab. Bei unserer Recherche sind wir auf eine Webseite gestoßen, die uns einen nutzbaren Tipp gegeben hat. Wir wollten nicht vorab buchen, sondern sind direkt zu dem auf der Seite beschrieben Ablegeort gegangen und konnten ohne Mühe eine schöne Tour für 80€/ca. 50min Fahrt (Preis: Mai 2010) durchführen. |
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| 6. Tag - Verona (ITA) - 110km | ||
Nach einem imposanten Tag in Venedig geht es heute nach Verona. Nicht ganz soweit von Bassanega entfernt. In Verona heißt es ersteinmal Parkhaus suchen. Trotz Navi ist das nicht so einfach, da die Parkhäuser überfüllt sind. Wir finden einen Platz im Parkhaus in der "via Aldo Ettore Kessler", direkt in der Altstadt, nur wenige Schritte von der Arena entfernt. An der Piazza Bra angekommen: Regen. Wir genehmigen uns einen Capuccino in einem Cafe an der Piazza und beobachten, wie die Menschen durch den Regen flitzen. Da der Regen irgendwie nicht aufhören will, suchen wir im Schutz der Sonnenmarkisen der Cafe's ein Laden, der Regenschirme verkauft. Wir ergattern die letzten Modelle des Hauses. Wir spazieren die Via Mazzini herunter, eine Fußgängerzone mit vielen Läden. Wir schauen uns die Piazza elle Erbe an. Zwichen Piazza elle Erbe und Piazza dei Signori erhebt sich der Arco della Costa vor dessen Wölbung eine Walrippe hängt. Der Legende zufolge soll diese auf den ersten "rechtschaffenden" Menschen herabfallen, der den Bogen passiert. Sie ist noch nie gefallen, selbst bei Päpsten nicht, die den Bogen durchschritten. Rechts, von dort aus gesehen, geht es in die Via Capello, wo das Haus von Julia (die Casa del Giulietta) stehen soll. Das Haus der Julia William Shakespeare ist es zu verdanken, wenn die Geschichte der beiden unglücklichen Geliebten ein Klassiker der Weltliteratur geworden ist. Die Tragödie Romeo und Julia spielt im Verona der Skaliger, als große Feindschaft zwischen den beiden Familien Montecchi und Capuleti herrschte. Besonderen Symbolwert besitzt dabei das Haus, in dem – der Tradition nach – Julia gewohnt haben soll, ganz in der Nähe der Piazza Erbe und der Skaliger-Gräber. Es handelt sich um ein Turmhaus aus dem 13. Jh., dessen Besitzer lange Zeit die Familie Dal Cappello (umgangssprachlich dann zu Cappelletti o Capuleti geworden) war. Die Backsteinfassade ist von eleganten Fenstern geschmückt, eines mit dem Balkon, auf dem die berühmten Szenen aus dem Drama Shakespeares spielten. Im kleinen Innenhof steht eine Bronzestatue der Julia, die von vielen Besuchern zärtlich gestreichelt wird. Im Haus selbst sind die Wände mit Fresken verziert, die Einrichtung ist mittelalterlich. Hier sind auch viele Erinnerungsstücke an Shakespeares Drama ausgestellt, nicht zuletzt auch die Kostüme, die in dem berühmten, 1968 von Franco Zeffirelli gedrehten Film getragen wurden. Es geht zurück nach Bassanega. Wir fahren mit dem Auto jedoch nicht den direkten Weg, sondern ein Stück die A4 Richtung Bergamo. An der Desenzano geht es wieder Richtung Norden und wir nutzen die traumhafte Uferstraße des Gardasees, um westlich des Sees nach Norden zu fahren. |
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| 7. Tag - Cascata Varone - Sirmione | ||
Unser schon letzter Tag am Gardasee... Wir besuchen die Cascata Varone in Riva del Garda. Von Riva ist das Wasserfall gut zu finden, da dieser gut ausgeschildert ist. Der Wasserfall ist sehr beeindruckend und liegt in einem Felsmassiv eingebettet. Für den Besuch ist festes Schuhwerk und Regenbekleidung erforderlich. Fotofreaks bitte etwas zum wasserdichten Verpacken der Kamera mitführen. Entlang eines Anstieges zum Wasserfall sind schöne, landestypische Pflanzen zu bestaunen, wer Glück hat, sieht auch mal eine Eidechse. Durch Tunnel und Aussichtspunkte geht es zum Wasserfall. Nach diesem Naturschauspiel fahren wir entlang des Ostufers des Gardasees nach Sirmione. Die kleine Stadt ist autofrei, so dass der Besucher vor dem Stadttor das Auto parkt und dann zu Fuß auf Entdeckungsreise geht. Der Landzipfel, auf dem Sirmione gelegen ist, hat die Form eines Dreiecks mit der größten Seitenlänge von 1250 m und einer Breite von 750 m und besteht aus drei Hügeln: "Cortine", "San Pietro in Mavino" und den "Grotten des Catull". Das Klima in Sirmione ist mild, wie überall am Gardasee, nicht zuletzt auch durch eine in unmittelbarer Nähe von Sirmione im Gardasee entspringende Thermalquelle, deren Wasser reich an Schwefel, Brom und Iod ist. Die Sommer am Gardasee sind warm, aber nicht zu heiß, und die Winter sind mild mit wenig Regen. Im Altertum war das Südufer des Gardasees von einem dichten Wald bewachsen. Heute ist die Vegetation mediterran geprägt und besteht zu großen Teilen aus Olivenbäumen. Wir fahren zurück wieder entlang der Westküste. Wehmut haben wir am Abend. Denn am nächsten Tag nehmen wir Abschied, nicht nur von einer sehr schönen Landschaft, sondern auch von einem sehr schönen Feriendomizil.
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| 8. Tag - Pfunds (AUT) - 240km | ||
Wir nehmen Abschied vom Gardasee. Das Auto ist gepackt, alle einsteigen und wir machen uns auf die Fahrt zu unserem nächsten Ziel: Pfunds. Die Brennerautobahn führt uns bis kurz vor Botzen Richtung Norden. Dann geht es Richtung Westen zum Reschenpass, der uns durch malerische Landschaften... Der Pass überquert den Alpenhauptkamm und verbindet den Vinschgau (Südtirol, Italien) mit Tirol (Österreich). Die Passhöhe selbst liegt jedoch vollständig auf italienischem Staatsgebiet und befindet sich auf einer Seehöhe von 1504 m inmitten der Ortschaft Reschen (ital. Resia). Die Grenze zwischen Österreich und Italien verläuft ca. zwei Kilometer nördlich der Passhöhe. An der Staatsgrenze findet man auch zwei Hinweistafeln mit der Angabe "Reschenpass 1455 m"; diese Höhenangabe ist jedoch missverständlich, denn sie bezieht sich auf den Grenzübergang und nicht auf die Wasserscheide. Zu den Ortschaften der Region Reschenpass gehören: Nauders, Reschen, Graun, Langtaufers und St. Valentin auf der Haide. Knapp vier Stunden Fahrt ist es bis nach Pfunds. Das "Hotel Tyrol" haben wir vorab gebucht. Geräumig und modern sind die Zimmer eingerichtet. Was jedoch sehr gewöhnungsbedürftig ist, es gibt in Österreich noch kein Rauchverbot in Restaurants etc. D.h. ob in der Lobby oder im Barbereich (der sich direkt am Fahrstul befindet) - es wird geraucht - sehr belästigend. Mit der Versorgung, wir haben Halbpension gebucht, sind wir zufrieden. Abstriche gegenüber einem Vier-Sterne-Hotel in Deutschland sind zu machen bei Frühstücksbüfet oder beim Abendessen. Pfunds liegt im Oberen Gericht, dem obersten Abschnitt des Tiroler Inntals, im Dreiländereck nahe den Grenzen zur Schweiz und zu Italien. Bei der Kajetansbrücke zweigen die Straßen nach Spiss und weiter nach Samnaun sowie nach Nauders und zum Reschenpass ab. Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Stuben am linken Innufer am Schwemmkegel des Stubnerbachs, Pfunds-Dorf am rechten Innufer am Schwemmkegel des Radurschlbachs und den Weilern Wand, Vorder- und Hinterkobel, Birkach, Lafairs, Stein und Greit. Die Verbindung zwischen den Ortsteilen bildet eine 1950 im Stil des 19. Jahrhunderts erbaute Holzbrücke. Die Schwemmkegel der Bäche leiten den Inn durch zwei markante Schleifen. |
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| 9. Tag - Samnaun (SWI) - 19km | ||
Wir machen einen ruhigen Tag und haben als Tagesziel nur Samnaun auf dem Plan... Gemütlich führen uns die Serpentinen nach Samnaun. Durch die geographische Lage bedingt, führte bis 1905 die einzige Zufahrtsstrasse über österreichischen Boden. Deshalb wurde Samnaun Schweizer Zollausschlussgebiet. Am Grenzübergang steht nur der österreichische Zoll. Der zollfreie Einkauf in Samnaun lohnt sich vor allem für Benzin, Zigarren, hochwertige Spirituosen, Kosmetikwaren, Schmuck, Butter, Zucker und Parfüm. Das Dorf ist nebst den Winterattraktionen auch deshalb sehr bekannt und zu einer Touristenattraktion geworden. Touristen aus der Schweiz müssen Waren, welche die Freigrenzen überschreiten, beim Grenzübertritt in Martina deklarieren und verzollen. Die Lieferanten müssen die Ware bei der Einfuhr nach Samnaun nicht verzollen und können diese entsprechend günstiger an die einheimischen Wiederverkäufer weiterverkaufen. Allerdings erhebt die Gemeinde eigene Abgaben, die jedoch wesentlich tiefer liegen als die schweizerischen Zollsätze. Bei der Einführung der schweizerischen Mehrwertsteuer zum 1. Januar 1995 wurde die Abschaffung des Zollfreistatus von Samnaun diskutiert. Aufgrund eines Gutachtens und das die negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Arbeitsplätze in dieser strukturschwachen Gegend aufgezeigt hat, und weil der Zollfrei-Tourismus dann vermutlich nach Livigno abgewandert wäre, wurde der Zollfreistatus zwar beibehalten, aber die schweizerische MwSt. mit einem Normalsatz von derzeit 7,6 % und den ermäßigten Sätzen von 3,6 % für Hotels und 2,4 % für Lebensmittel, Bücher usw. wurde auch in Samnaun eingeführt. Um nicht Millionen von Franken in den Bau neuer Zollanlagen investieren zu müssen, werden die Erträge in Höhe einstelliger Millionenbeträge geschätzt und von der Gemeinde aus den Erträgen aus den Abgaben auf Zollfrei-Produkte pauschal an die Eidgenössische Steuerverwaltung in Bern abgeführt. Im Gegensatz dazu wird im nicht weit entfernten italienischen Zollfreigebiet Livigno keine MwSt. erhoben. Wir haben getankt, für uns unglaublich: 0,89€/Liter Diesel. |
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| 10. Tag - St. Moritz (SWI) - 90km | ||
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Eine Tagestour nach St. Moritz - das lohnt sich von Pfunds allemal. Nach knapp 32km Fahrt umfahren wir Scoul. Äußerst interessant ist der Neubau einer großen Brücke dort und wir wunderten uns, über ein besonders großen Hotelbau, der wahrnehmbar ist. Nach unserer späteren Internetrecherche stellten wir fest, dass in Scoul das "Scoul Palace" steht, das größte, ganzjährig geöffnete, Koscher Hotel Europas. Nach einer weiteren Stunde Fahrt erreichen wir St. Moritz, dem Nobelskiort in der Schweiz. Bei der Einfahrt in die Stadt fällt uns der links liegende große St. Moritzsee und rechts der Bahnhof mit dem Glacierexpress auf. Wir suchen einen Parkplatz. Zu Fuß erkunden wir die Innenstadt. Viele edle Geschäfte sind zu sehen, aber im Juni hat kaum eines geöffnet. Keine Saison. Erst wenn der Jet-Set wieder hier ist... St. Moritz wird vom "Badrutt's Palace" überragt, einem Fünf-Sterne-Hotel. Es wurde 1896 eröffnet und ist bis heute im Besitz der Familie Badrutt. Das Hotel hat 159 Gästezimmer und 38 Suiten. Es gilt als populär und weltbekannt und ist eines der «Leading Hotels of the World». Wir spazieren ein Stück am St. Moritzsee entlang und gehen Kaffeetrinken im "Hotel Waldhaus am See". Bei Apfelstrudel, Kaffee und dem Blick auf dem See können wir nur die winterlich-adlige Atmosphäre erahnen, die hier herrscht, wenn Eispolo gespielt wird.. Denn aus Reportagen und auch von den Bildern im Hotel haben wir erfahren, dass direkt vor dem Hotel auf dem See Eispolo gespielt wird. Ein Muss für Wintersportfans ist natürlich der Besuch der Bobbahn St. Moritz. Der Olympia Bobrun St. Moritz–Celerina wurde 1904 in Betrieb genommen und ist damit die älteste noch benutzte Bobbahn der Welt. Zugleich ist der Eiskanal zwischen St. Moritz und Celerina im Oberengadin die letzte noch bestehende Natureisbahn der Welt und mit ca. 5.000 m3 verbautem Schnee die weltweit größte Schneeskulptur. Alle übrigen Bobbahnen in Europa, Nordamerika und Japan müssen aufgrund fehlender klimatischer Höhenlage künstlich vereist werden. Einfach die Via Maistra Richtung Celerina fahren... Das geübte Auge entdeckt auch im Sommer den Start und die Kurven, die begrast und mit Steinen gesichert sind... Sportgeschichte.
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| 11. Tag - Zammer Lochputz und Kaunertal-Gletscher | ||
Von Pfunds geht es entlang des Inn nach Norden. Über die Bundesstraße 180 und dem fast sieben Kilometer langen "Landecker Tunnel" erreichen wir den Zammer Lochputz. Wasser, das Gold des neuen Jahrtausends, ist im Zammer Lochputz in all seinen Facetten erlebbar. Von einem der ältesten Kraftwerke Tirols führen Steige und Stollen hinein in das Naturjuwel Lötzklamm. Oberhalb des 30m hohen Wasserfalls befindet sich eine wilde Naturschönheit. Auf dem Weg gibt es von einer imposanten Wasserfontäne über mächtige Turbinen bis zur beeindruckenden Multimedia-Show vieles zu entdecken. Ein Besuch lohnt sich. Festes Schuhwerk und Trittfestigkeit erforderlich. Für Gäste mit aufwendigen Frisuren: Helmpflicht. Danach haben wir uns ein Highlight ausgesucht, wir fahren zum Kaunertal-Gletscher. Die mautpflichtige Kaunertaler Gletscherstraße ist eine Hochgebirgsstraße im österreichischen Bundesland Tirol. Sie führt in 29 Kehren von Feichten im Kaunertal (1.287 m) - vorbei am Gepatschspeicher - bis hinauf auf 2.750 m, direkt zum Weißseeferner. Dort befindet sich das Skigebiet Kaunertal Gletscher, das 1980 eröffnet wurde. Die Gletscher-Panoramastraße ist sehr gut ausgebaut und zählt zu den schönsten Hochgebirgsstraßen der Alpen. Eine Besonderheit ist die höchstgelegene Postbushaltestelle Österreichs am oberen Ende der Straße. Mautgebühr: 22€/Tag. Die Gletscherstraße ist zum Zeitpunkt unserer Fahrt äußerst gering befahren. Wir hatten nur zwei Begegnungen... Je höher wir kamen umso kälter wurde es. Auf dem Gipfel, bei 2.750m, hatten wir -5°C und leichten Schneefall/Nebel. In dem Gipfelrestaurant aßen wir in dem riesigem Saal Apfelstrudel als einzige Gäste. Bei der Abfahrt beobachteten wir dann noch Murmeltiere. |
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| 12. Tag - Stuibenfall | ||
Letzter Tag in den Alpen. Wir fahren zum Stuibenfall im Ötztal. Der Stuibenfall ist ein Wasserfall im Tiroler Bezirk Imst im Weiler Niederthai der Gemeinde Umhausen. Der Stuibenfall ist der höchste Wasserfall Tirols mit einer Fallhöhe von 150 m. Das Wort "stuiben" bedeutet "stäuben". Beim Einsturz des Bergmassivs bei Köfels türmte sich auf der gegenüberliegenden Seite der heutige Tauferberg auf. Dieser staute den Horlachbach und es bildete sich ein großer See. Das Wasser nagte sich durch einen Felsen, aus dem der heutige Stuibenfall fällt, der Rest des Felsens ist als natürliche Brücke noch sichtbar. Auch sind noch die Reste des Sees als Moränen und Ähnliches in Niederthai erkennbar. Im Jahresdurchschnitt stürzt eine Wassermenge von 610 Sekundenlitern über die Felsen. An Spitzentagen sind es bis zu 2000 Liter pro Sekunde. Über mehrere Aussichtsplattformen ist der Stuibenfall zu beoachten. Sowohl für Wanderer als auch für Bergsteiger ist die Wasserfallspitze erreichbar. |
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| 13. Tag - Baden-Baden (D) - 423km | ||
Nach kanpp fünf Stunden Fahrt über die A7/A8/A5 erreichen wir gegen 1400 Uhr unser Ziel Baden-Baden und unser "Hotel Badischer Hof". Dieses äußerst historische Hotel hat eine Einzigartigkeit: es fließt in den Zimmern des ehemaligen Klosterbaus 37 Grad warmes Thermalwasser direkt in die Badewannen. Zudem gibt es den einzigen Hotelpool Baden-Badens mit Thermalwasser. Das Hotel war das erste Luxushotel in Baden-Baden. |
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| 14. Tag - Strasbourg (FRA) - 65km | ||
Atemstillstand, Herzinfarkt? So ging es mir als Fahrer, als wir aus Baden-Baden auf die Autobahn Richtung Strasbourg fahren wollten. In geringer Flughöhe - der Airbus A380 der Deutschen Lufthansa. Wau. Nach unserer Rückkehr haben wir recherchiert, dass der Supervogel mit Piloten der Lufthansa u.a. auf dem Baden-Airpark Start- und Landeübungen gemacht hat. Das Elsaß - dem gehört unsere Liebe. Deshalb mussten wir nocheinmal nach Strasbourg, denn diese Stadt ist wirklich immer eine Reise Wert. Wiedereinmal parkten wir auf unserem Tipp unser Auto (siehe Reiseziel Strasbourg) - bzw. hier dargestellt - Richtung Route de l`Hopital. Die Stadt liegt am Fluss Ill, die sich im Stadtgebiet verzweigt. Auf der von beiden Illarmen umflossenen Grande Île (Große Insel) liegt die historische Altstadt. Die östlichen Stadtteile mit dem Hafen grenzen an den Rhein. Am gegenüberliegenden östlichen Rheinufer liegt auf deutscher Seite die Stadt Kehl. Straßburg ist der Endpunkt des Canal de la Marne au Rhin. Straßburg ist Sitz zahlreicher europäischer Einrichtungen: Europarat, Europaparlament, Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Europäischer Bürgerbeauftragter, Eurokorps u. a. m. und versteht sich deshalb als "Hauptstadt Europas". Neben einem Besuch im Münster, ein Cafe und Eis in einem der Straßencafes sind wir mal wieder mit dem Schiff auf der Ill gefahren. Abfahrt ist am Rohan-Palast unweit des Münsters. |
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| 15. Tag - Baden-Baden | ||
Am letzten Tag, bevor es auf die Heimreis geht, schauen wir ins in Ruhe Baden-Baden an. Die Stadt ist ein weltbekannter Kurort und heute vor allem als Bäderstadt, Mineralheilbad, Urlaubsort, Medien- und Kunststadt sowie internationale Festspielstadt bekannt. Die Spielbank trägt ebenfalls wesentlich zur Bekanntheit bei. Bis 1931 hieß die Stadt nur Baden. Man nannte sie zur besseren Unterscheidung zu anderen Städten (Baden bei Wien und Baden in der Schweiz) meist Baden in Baden. Bereits im 19. Jahrhundert bezeichneten viele Besucher die Stadt inoffiziell als Baden-Baden. So entstand der heutige Doppelname. Baden-Baden war bis 1535 Residenzstadt der Markgrafschaft Baden und von 1535 bis 1705 Residenzstadt der Markgrafschaft Baden-Baden. In Baden-Baden befindet sich auch das Brenner's Park-Hotel & Spa, ein Fünf-Sterne-Hotel der Oetker Hotel Collection an der Lichtentaler Allee. Es gehört zu den Leading Hotels of the World. |
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| 16. Tag - es geht Heim - 760km | ||