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Caravan-Tour |
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Deutschland - Belgien - Frankreich - Niederlande |
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| Nach dem Prüfen der Vor- und Nachteile einer Wohnmobiltour sind wir Anfang 2009 zum Enschluß gekommen, mit dem Caravan den Urlaub 2009 zu verbringen. | ||
| 1. Tag - Zele (BEL) - 806km | ||
12 Stunden Autobahn. Mit dem Caravan am Mercedes Vito dauert natürlich eine Fahrt... Die A2 ist auch sooooo lang. In der Nähe von Gent in Belgien fahren wir nach Zele ab, zum Camping Groenpark. Die Wegbeschreibung ist ein Witz. Wir fahren natürlich an dem schlecht ausgeschilderten Campingplatz vorbei... Das kleine Schild links am Gentsesteenweg 337 in Zele ist nicht wahrnehmbar. Vor einer Tankstelle/Supermarkt erklären sich aber zwei Belgier höflich bereit, uns den Weg zum Camping Groenpark zu zeigen. Leider schicken sie uns in die falsche Richtung. Da wohl den beiden das schlechte Gewissen plagte, fuhren sie uns hupend hinterher. Nach einer Wendung, fahren sie voraus und zeigen uns die Einfahrt zum Campingplatz. An der Reception stellt der Mitarbeiter ersteinmal fest, dass er uns erst einen Tag später erwartet hat (die Buchung war aber korrekt). So bekommen wir einen Stellplatz direkt neben dem Sanitärtrakt, was aber nicht schlimm war - kurze Wege :-). Eine Nacht bleiben wir auf dem sauberen jedoch von Holländern überfüllten kleinen Campingplatz. Kosten: |
Gentsesteenweg 337, 9240 Zele, Belgien, links ist das Hinweisschild aus Richtung Autobahn zum Zeltplatz kaum zu sehen.
Camping Groenpark |
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| 2. Tag - Zele (BEL) - Los Loges (FRA) - 406km | ||
Camping Los Loges - entlich steht der Caravan gerade
auf dem Campingplatz auch ein Pool |
Gut geschlafen? Ja. Unter den neugierigen Blicken der Holländer manövriere ich problemfrei (erstmalig) das Mercedes Vito-Caravan-Gespann aus dem Stellplatz und vom Camping Platz herunter. Sah bestimmt nicht schlecht aus (Achtung: Eigenlob). Wir fahren die Autobahn weiter Richtung Frankreich. Die Überlegung Mautstraßen zu meiden ist zwar finanziell sparsam, aber zeitaufwendiger. Neben vielen kleinen Landstraßen auch noch Staus. Knapp acht Stunden benötigen wir für die 400km und erreichen am Abend den Camping Los Loges (3 Sterne). Nachdem wir uns einen schönen Stellplatz ausgesucht haben, begann das Drama. Bestimmt eine Stunden haben wir versucht, auf dem Stellplatz den Caravan eben zu stellen. Es gelingt nicht... Ein paar Belgier schauen sich amüsiert das ständigen Wenden, vor- und zurückschieben etc. an. Erst als die Nachbarn vom Stellplatz vom Tagesausflug zurück sind gibt es den entscheidenden Tipp: der Vorgänger hat seinen Caravan auch nicht eben stellen können. Wir suchen einen neuen Stellplatz und finden einen - wunderschön gelegen. Drei Nächte bleiben wir auf dem angenehmen Platz am "Tor zur Normandie". Tipp: Baguette und Croissant an der Reception bestellen. Kosten: |
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| 3. Tag - Etretat | ||
Das Tor der Normandie: Porte d'Aval und Falaise d'Aval (links). Frühstück in Frankreich, lecker mit Baguette und Croissant. Nachdem wir relativ zügig (für's erste Mal) das Vorzelt aufgestellt haben, fahren wir zum "Tor der Normandie" nach Etretat. Nur knapp 10min Autofahrt benötigen wir dorthin. Etretat ist ein 1.600 Seelenstädtchen am Ärmelkanal. Westlich des Ortes liegt ein sehr großer Parkplatz, wo Gäste von Etretat ihre PKW parken können. Kostenfrei. An schönen Tagen aber sehr stark frequentiert und schwierig einen Parkplatz zu finden. Achtung, maximale Fahrzeughöhe: 2m. Bei strahlend blauen Himmel flanieren wir die durch Stadt. Entlag an Cidre-, Souvenier-Läden und Crepes-Ständen. Kurz vor der Promenade am Kieselsteinstrand noch ein Eis. Auf der Promenade dann zu sehen, die Steilküste oder auch Alabasterküste - toll. Nach links schauend ist die Porte d'Aval - ein natürliches Felsentor mit L'Aiduille - einer Felsnadel zu sehen. Vorbei an Bunkeranlagen aus dem 2. Weltkrieg wandern wir auf die Porte d'Aval. Wir haben Wanderschuhe an, die braucht man hier auch, glatt, steinig, anspruchsvoll ist der Weg. Vom Gipfel des Porte d'Aval ein toller Blick aufs Meer und Eretat. Das zweite Felsentor ist zu sehen: Manneporte. Über Etretat nach Osten thront die Notre Dame de la Garde auf der Falaise d'Amont. Dazu ein Monument und ein kleines Museum zu Ehren der Flugpioniere Charles Nungesser und Francois Coli. Wir wandern entlang des Golfplatzes auf den Klippen noch zum Manneporte. Wie immer stärken wir uns nach dem Abstieg mit einem Crepes. Von Etretat fahren wir etwas weiter Richtung Osten. Über Maps-Google haben wir vorher ein weiteres Highlight herausgefunden. Die Falaise von Benouville. In Benouville, am Ortseingang gleich links, besuchen wir einen Salon de The. Eine in Tracht gekleidete Dame bedient uns und serviert erlesene Tee's aus der ganzen Welt. Sie gestattet uns, unser Auto bei ihr stehen zu lassen. Durch das wirklich beschauliche Normandiedorf wandern wir etwas ziellos, aber nach Richtung: zum Ärmelkanal. Erstes Ziel in Benouville - die Kirche im Zentrum. Danach richten wir uns zum Ärmelkanal aus. Es geht an saftigen Wiesen und Feldern entlang. Kühe säumen den Weg. Aus einem breiten Weg wird ein schmaler Pfad. Hügel sind Richtung Meer zu sehen. Zwischen zwei mit Gras bewachsenen Hügeln nähern wir uns dem Ärmelkanal. Wanderer kreuzen direkt an der Steilküste unseren Weg. Noch ist der Falaise d'Benouville nicht zu sehen. Wir erklimmen den Hügel westlich des Pfades. Auf dem Gipfel angekommen, sehen wir die Falaise d'Benouville stehen.
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Manneporte
Etretat
Falaise d'Benouville |
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| 4. Tag - Veules-les-Roses - Saint-Valery-en-Caux - Fecamp | ||
Veules-les-Rose
Veules-les-Rosest
Ebbe in Saint-Valery-en-Caux
Benidictinum in Fecamp |
Eine knappe Stunde von Etretat entfernt, Richtung Osten zieht es uns. In diversen Reiseführern und im Internet als Rosenstadt beworben: Veules-les-Roses. Viel ist nicht los in dem Städtchen. Ein Parkplatz direkt an der Hauptstraße ist schnell gefunden. Wir spazieren entlang eines Baches zum Meer. Die Häuser sind alle herausgeputzt. Neben Fachwerk und interessanter Architektur bewundern wir die vielen Blumen an den Häusern und Straßenlaternen. Mehrere Wassermühlen lassen eine besondere Atmosphäre entstehen. Das Meer rauscht und der Wind tobt um die Nase. Trotz blauen Himmel ist es frisch an der Meeresküste. Schön zu sehen, Veules-les-Rose befindet sich mitten an der 120km-langen Alabasterküste. Rechts und links sind die steilen Ufer zu sehen. Im Meeresdunst ist bereits Richtung Westen schauend Saint-Valery-en-Caux zu sehen. Wo es nach dem Besuch von Veules-les-Rose hin geht. Da wir in der Nebensaison sind, dazu noch kurz nach Mittag, sind Cafe's und Restaurants geschlossen. Leider. Wir fahren wieder Richtung Westen, nach Saint-Valery-en-Caux. Bereits 2007 war Saint-Valery-en-Caux Ziel unserer Wohnmobiltour. Wir parken rückwärtig dem Hotel de Ville, dem Rathaus, kostenfrei. Das Wasser im Hafen ist weg - Ebbe. Nur im Yachthafen, der durch ein Wehr abgetrennt vom Meer ist, liegen die Segelschiffe nicht auf Grund. Grünblau leuchtet das Wasser dort. Auf der Westseite des Hafens, über eine Hubbrücke hinweg, spazieren wir an die Küste vor. Wir passieren den Wohnmobilstellplatz direkt am Meer, der wieder völlig überfüllt ist. Am Leuchtturm genießen wir die Ruhe und das Meeresrauschen. Auch in Saint-Valery-en-Caux haben wir kein Cafe gefunden. So dass unser letztes Tagesziel dafür herhalten muss: Fecamp. Fecamp liegt zwanzig Minuten von Saint-Valery-en-Caux entfernt. Ein riesiger Kieselsteinstrand erwartet die Touristen in der Hochsaison - jetzt ist Fecamp und der Strand fast menschenleer. Ein paar Hotels und Restaurants am Meer. Bei einem Abstecher in die City, auf der Suche nach einem Cafe, passieren wir das Benedictinum. Direkt gegenüber eine alte Destille - Wahrzeichen für das Brennen von Alkohol in der Region. Am Hafen kehren wir, aus lauter Verzweiflung, in einem "Tabac" ein (Terrasse), es gibt Cafe Creme und es wird uns gestattet, vom Bäcker neben an, Chausson aux Pomme und Croissant zu holen und dort zu verzehren. |
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| 5. Tag - Los Loges - Martragny - 130km | ||
Nun geht es zum Hauptausgangspunkt unserer Reise. Wir haben in der Urlaubsplanung festgestellt, dass es besser ist, sich einen zentralen Punkt (Zeltplatz) zu suchen und von diesem aus Ausflüge zu machen. Von Los Loges geht es nach Martragny, zu einem 4-Sterne-Zeltplatz, am Chateau de Martragny. Wir meiden wir Mautstrecken und so dauert die Fahrt etwas länger. Kurz vor der Seine müssen wir jedoch auf die Autobahn. Wir schlängeln uns das Industriegebiet von Le Havre, rauf und runter geht es auf Schnellstraßen und schließlich auf die Autobahn. Vor uns thront die erste sehr hohe, aber kurze Brücke über den Seine-Kanal von Le Havre, aber dann kommt sie, die Pont de Normandie. Über knapp vier Kilometer überspannt sie die Seine-Mündung. Der Mautterminal ist passiert und € 5,80 sind beglichen. Das Fahrzeug hat schon zu kämpfen die steile Auffahrt bis zum höchsten Punkt der Brücke über der Seine zu bewältigen. Ein schöner Ausblick. Dann geht es schon wieder bergab und schnell ist die Pont de Normandie hinter uns. Gleich die erste Abfahrt geht es wieder runter von der Autobahn. Schon wieder ein Mautterminal. € 1,00 will der Automat. Klappernd und scharrend fährt ein PKW an dem Terminal vorbei, zwischen ein paar großen Granitblöcken. So geht es also auch... Knapp 20km hinter Caen fahren wir von der Schnellstraße nach Martragny ab. Wir folgen den Hinweisschildern zum Camping Chateau de Matragny. Ungünstig. Wir müssen mit dem Gespann durch die engen Gassen des Dorfes. Wären wir am ersten Hinweisschild geradeaus Richtung Bayeux gefahren, hätten wir nach 300m bequem auf den Zeltplatz einbiegen können. So schleichen wir uns quasi von rückwärts an. Gut das wir vorab neun Nächte reserviert haben, denn bereits jetzt ist der Campingplatz voll. Ausschließlich Briten und ein paar Niederländer - wir die einzigen Deutschen, sind auf dem Zeltplatz. Der 65. Jahrestag des "D-Day" steht bevor und uns ahnt schon etwas... die ersten "Camps" mit historischen Zelten sind aufgebaut. Wir sehen Jeaps und LKW's aus Kriegszeiten. Und wir sehen die ersten Briten in amerikanischen Uniformen. Na das wird ja was... Der Zeltplatz hält was er im Internet verspricht. Reception mit Shop (Lebensmittel, Backwaren, buntes Angebot an Drogerieartikeln etc.), saubere Duschen, Waschgelegenheiten und WC's. Diese sind mehrfach auf dem weitläufigen Platz verteilt. Es gibt einen Waschmaschinenraum mit Trockner. Im Zentrum steht das Schloss Martragny. Ein großer Außenpool lädt zum baden/schwimmen ein. Eine Bar mit Imbiss für die Gäste. Neben ca. 100qm Parzellen sind auch Freiflächen zum Parken von Wohnmobilen (aller Größen), Caravans und Zelten vorhanden. In den nächsten Tagen, bis zwei Tage nach dem D-Day, wird der Zeltplatz aus alle Nähten platzen. Da gab es dann Sauberkeitsprobleme und ab und an "Spannungswegfall"... Sprache auf dem Campingplatz: französisch und englisch. Kosten:
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Knapp 100qm ist der Stellplatz groß.
Camping Chateau Martragny
das Chateau de Martragny - Zentrum des Campingplatzes
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| 6. Tag - Port en Bessin - Arromanches-les-Bain | ||
Fischmarkt Port en Bessin
Gold-Beach
Gold-Beach in Arromanches-les-Bain |
Nach dem Frühstück fahren wir über Bayeux nach Port en Bessin. Im Internet und an der Rezeption hat man uns versichert, dort gibt es einen Fischmarkt... Bis 11.30 Uhr täglich gibt es frischen Fisch zu kaufen. Wir finden direkt am Hafen den kleinen Markt mit einem schönen Angebot an Meersfischen und -früchten. Neben Filets auch "ganze" Fische... Wir kaufen Dorade für den Abend. Während dem Säubern der Fische auf dem Campingplatz knattern Hubschrauber über den Zeltplatz, die "Marine One" mit dem Schwesterhelikopter des amerikanischen Präsidenten üben den Anflug auf Caen und Omaha-Beach anlässlich des D-Day. Die Fische sind fertig... Vorzelt geschlossen... Alle im Vito... Wir machen einen Ausflug nach Arromanches-les-Bain am Ärmelkanal. Der Ort ist bekannt als Zentrum des 8km langen Gold-Beach, dem Landungsstrand der britischen Streitkräfte im 2. Weltkrieg. Es ist schwierig in dem überfüllten 500-Seelen-Städtchen einen Parkplatz zu finden. Überall D-Day-Besucher. Wir parken einfach an einer Ausfallstraße und gehen zu Fuß zum Strand. Ebbe. Wir flanieren auf der leeren Promenade entlang. Wieder merken wir, an den geschlossenen Strandvillen und Restaurants, es ist nicht Urlaubssaison. Den Strand - der durch die Ebbe schön groß ist - nutzen die D-Day-Fetischisten auf ihre art... Mit Jeaps und Transportern aus dem 2. Weltkrieg machen sie Spaßtouren. Es ist schon komisch, dass hier an einem blutdurchtränkten Strand, wo 400 Menschen bei der Landung am 6. Juni 1944 ihr Leben ließen, mehr oder weniger Party gefeiert wird. Der Gold-Beach brachte 25.000 britische Soldaten an Land. In Arromanches-les-Bain haben die Briten zudem, nach der Landung der Soldaten, in hoher Geschwindigkeit, einen Hafen errichtet, über den Technik und Versorgung der Alliierten gewährleistet werden konnte, die Überreste dieses Hafens sind noch heute am Strand und im Meer vor Arromanches sichtbar. |
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| 7. Tag - Bayeux | ||
Knattern und Motorengeheul weckt uns am morgen auf dem Zeltplatz. Noch mehr Briten... Mit Tiefladern erscheinen die Waffennarren. Kettenfahrzeuge, Krane, Jeaps, alles aus dem 2. Weltkrieg, mit Waffen bestückt. Hoffen, dass diese nicht mehr funktionsfähig sind. Die Fahrzeuge werden abgeladen. Ein neues Camp auf dem Zeltplatz errichtet... Ist das wieder eine Invasion. Es hat den Anschein. Unter den alten Zeltplanen stellen die Briten nicht nur Klappstühle, richtige Kanapee... Die sind verrückt, die Briten... Wir machen uns Gedanken, wie wir mit der Invasion umgehen. Noch ein Tag, dann ist D-Day und an der Rezeption ist uns schon mitgeteilt worden, dass diverse Straßen, u.a. auch die Hauptverbindung Caen-Bayeux komplett gesperrt sind. Heute, am 5. Juni, schauen wir uns Bayeux an. Morgen am D-Day geht es weg aus der Region, nach Honfleur. Zehn Minuten dauert die Fahrt nach Bayeux. Wir parken auf einem der ausgeschilderten Parkplätze und spazieren durch die kleine Stadt. Mit knapp 14.000 Einwohner ist es das kommerzielle Zentrum der Region westlich von Caen. Neben der Notre-Dame ist die Altstadt, mehr oder weniger das Stadtzentrum, sehr sehenswert. Alte Fachwerkhäuser, historische Gebäude mit schönen Fassaden und wenig Neubauten dazwischen. Eine schmale Geschäftsstraße mit Cafe's lädt zum Bummeln ein. Neben einem Denkmal für die seit 1944 weltweit ums Leben gekommenen 2.000 Journalisten, Kameraleute und Fotografen ist in Bayeux einer der vielen Soldatenfriedhöfe... 4.868 Soldaten der britischen Streitkräfte haben hier ihre letzte Ruhe gefunden. Einige sind leider als unbekannte Soldaten beigesetzt.
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Vorboten der "D-Day-Feier"
Kathedrale Notre-Dame von Bayeux
Bayeux |
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| 8. Tag - Honfleur | ||
Honfleur
Blick zur Pont de Normandie
Holzkirche mit Doppelschiff in Honfleur |
6. Juni 2009 - 65. Jahrestag der Invasion der Alliierten im Zweiten Weltkrieg. Wir flüchten aus Martragny... Auf der Fahrt Richtung und durch Caen erleben wir bereits die Auswirkungen der Feierlichkeiten und der anreisenden Staatsgäste wie Obama und Brown. Stau auf der Schnellstraße infolge Vollsperrung... Die Franzosen fahren einfach von der Schnellstraße durch Poller und über eine Wiese... Wir hinterher. Etwas über eine Stunde benötigen wir nach Honfleur. Eine landschaftlich reizvolle Fahrt. In Honfleur angekommen, parken wir direkt im Zentrum auf einem großen Parkplatz. Knapp 8.000 Einwohner wohnen in Honfleur. Das die Stadt Künstlerzentrum war sieht man an den vielen Malern, die die Stadt auf Leinwand bannen. Courbet, Sisley, Rennoir oder auch Claude Monet weilten auch hier. Zentrum und Herzstück der Stadt der Hafen. Um die vielen Segelyachten im Hafen konzentrieren sich zahllose Restaurants und Cafe's, wo an schönen Tagen auf den jeweiligen Terrassen geschlemmt werden kann. Heute ist Markttag und wir wagen einen Blick auf diesen... Nicht viel anders wie in Deutschland. Um die wenigen Marktstände mit einheimischen Produkten tummeln sich viele Ramsch-Stände, mit nachgemachten Markenartikeln. Wir spazieren am Seehafen Richtung Seine entlang. Der große Tower für die Seinemündung fällt ins Auge - hier wird wohl der Schiffsverkehr geregelt. Am anderen Ufer, merhere Kilometer entfernt: Le Havre. Ins Landesinnere geschaut, die Pont de Normandie. Durch einen kleinen Park laufen wir wieder in die Altstadt. Schauen uns die kleinen Gassen an, gesäumt von Fachwerkhäusern mit kleinen Boutiquen und Galerien. Auf dem Marktplatz besichtigen wir die doppelschiffige Holzkirche von Honfleur. Die Rückfahrt führt uns entlang der Küste. Entlang der D 153 geht es durch Villerville, Hennequeville, Trouville-sur-Mere oder Benerville- und Blonville-sur-Mere - fantastische Küstenorte, die an die Bäder auf der Insel Usedom erinnern. Lange Sandstrände, die Küstenstraße und unmittelbar dahinter die Villen. Toll. Hier ist Urlaub empfehlenswert. Mit dem Wohnmobil hätten wir diese Traumstraße nicht entdeckt... Stau vor Ouistreham. Die Zufahrt in die Stadt an der Küste ist gesperrt. Wir erinnern uns: ach ja, wir haben D-Day. Durch Caen und über kleine Dörfer nördlich von Caen erreichen wir abends Martragny. |
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| 9. Tag - Ouistreham - Longues-sur-Mere | ||
Einen Tag nach dem D-Day-Jahrestag ist immernoch viel los. Wir fahren nach Ouistreham in den "Grand Bunker". Ein Führungsbunker der Wehrmacht, der als Museum umgebaut ist. Anschaulich und plastisch ist das "Kriegsleben" im Bunker dargestellt. Vier Etagen sind zu besichtigen. Unter dem Dachgeschütz kann der Besucher durch ein spezielles Fernrohr auf den Ärmelkanal schauen. Ouistreham hat außer dem Fährschiffanleger nach England nichts zu bieten. Wir fahren entlang der Küste nach Longues-sur-Mere. In Arromanches-les-Bain müssen wir stoppen. Dreißig Minuten dauert in der Kleinstadt der Stau. Eine Parade mit Dudelsackkapelle, Jeaps und Menschen in alten Militäruniformen marschiert durch Arromanches. Longues-sur-Mere hat noch erhalten Geschützbatterien aus dem 2. Weltkrieg. Etwas rückwärtig von der Steilküste stehen die teilweise unzerstörten Waffen auf einer großen Wiese. Am Informationspunkt ist ein Camp eingerichtet, wo "D-Day"-Fans mit Zeltplanen, Uniformen und Fahrzeugen campieren. Wir laufen zur Steilküste. Und aus dem dort stehenden Bunker bietet sich ein skuriles Bild. Als wenn wir 65 Jahre zurück versetzt sind. Vor der Schießscharte des deutschen Kommandobunkers stehen "amerikanische Soldaten"... Von diesem Bunker ist ein imposanter Blick über den Gold-Beach und den Omaha-Beach (Landungsstrand der US-Truppen) möglich.
mit Bildbearbeitung um 65 Jahre zurückversetzt |
Museum in Ouistreham
Longues-sur-Mere |
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| 10. Tag - Omaha-Beach - Pointe du Hoc - Carteret | ||
amerikanischer Soldatenfriedhof
Pointe du Hoc
deutscher Soldatenfriedhof |
Von Martragny aus geht es zum Zentralen Gedenkfriedhof für die gefallenen amerikanischen Soldaten am Omaha-Beach. Es wirkt schon "sehr us-amerikanisch" - Parkplatz, Parkanlage, Gedenkstätte... Zweifelsfrei haben Amerikaner hier gebaut. Über dem Omaha-Beach ein Art Balkon, von dem der Besucher einen Eindruck der Größe des Landungsstrandes erhält und über eine Tafel die Landung dargestellt bekommt. Zwar haben die US-Amerikaner nicht die höchste Anzahl von Opfern, jedoch emotionalisieren sie am größten... 9.386 Grabmale sind auf dem großen Friedhof zu sehen. Kreuze, Stelen mit Davidsternen oder Halbmonden. Der Friedhof zeigt, die vielen unterschiedlichen Glaubensrichtungen der Opfer. Im "Garten der Vermissten" sind Namen von 1.557 Soldaten angeschlagen, die bis heute vermisst sind. Tief bewegt verlassen wir die Gedenkstätte. Ein paar Kilometer westlich der Pointe du Hoc. Ein wichtiger strategischer Punkt für die deutschen und für die alliierten Truppen. Die Gedenkstätte erinnert an diesen heftig umkämpften Punkt. Amerikanische Rangers haben die Klippe erklommen... Noch heute zeugen zerbombte Geschütze und tiefe Krater von den Kämpfen. Knapp 20km im landesinnern besuchen wir den "Friedenspark" und den deutschen Soldatenfriedhof in La Cambe. 1.200 Bäume säumen den Weg von der Autobahnabfahrt bis zum Soldatenfriedhof. Sie stehen für 1.200 gefallene deutsche Soldaten im 2. Weltkrieg, gespendet von den Angehörigen - der Friedenspark. 21.222 gefallene deutsche Soldaten haben hier ihre letzte Ruhe erhalten. Auf dem Grab eines unbekannten deutschen Soldaten steht ein Blumenstrauß. Es hat den Eindruck, als wenn zweidrittel der Opfer unbekannt sind. Am zentralen Gedenkpunkt liegen neben Kränzen von Angehörigen und des Deutschen Botschafters in Frankreich auch Kränze und Gebinde von Franzosen, Amerikaner und Briten - schön das es so ist. Über St. Mere de Eglise geht es weiter nach Westen, nach Carteret. In St. Mere de Eglise hängt eine Falschirmpuppe zur Erinnerung an die Befreiung durch Fallschirmspringer an der Kirche. In Carteret ist mal wieder das Wasser weg. Der Ort, in dem nix los ist, ist Hafen für die Fähren nach Jersey (englische Kanalinseln). Wir erahnen Jersey am Horizont. Nachdem wir die Überfahrtspreise studiert haben, trinken wir im Terminal der Fähre einen Kaffee und schleckern ein Eis. |
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| 11. Tag - Mont Saint Michel | ||
Zweifellos ist das der Höhepunkt der Caravantour - Mont Saint Michel. Knapp 120km liegt das Kloster von Martragny. Schon von weiten ist der Felsen im Meer mit dem Kloster zu erkennen. Je näher man kommt, um so imposanter erscheint dieses Highlight einer jeden Europatour für Japaner und Amerikaner. Ähnlich dem Schloss Neuschwanstein ziehen ganze Pilgerströme über den historischen Grund. 4,5 Mio Besucher zählt die Insel im Meer. 2009, also dieses Jahr, sollte das Kloster wieder komplett dem Meer übergeben werden. Dazu wird ein Gezeitenstauwerk gebaut, die Parkplätze unmittelbar vor dem Kloster verschwinden und nur noch eine auf Stelzen fahrende Elektrobahn soll die Besucher nach Mont Saint Michel bringen. Nur, soweit ist es noch lange nicht. Mehrere Jahre wird wohl das Vorhaben der Franzosen noch benötigen, dass die Insel wieder vom Meer zur Flut umspült wird. 50 Einwohner leben hier noch, auf dem Mont Saint Michel. Nach dem Durchschreiten eines Tores und überwinden der Zugbrücke geht es bergauf. Gesäumt von vielen kleinen Souvenirgeschäften und Cafe's schlängelt sich die Zufahrtsstraße oder eher Gasse ihre Bahn zum Gipfel - zum Kloster. Nach der Legende erschien 708 der Erzengel Michael Aubert, dem Bischof von Avranches, mit dem Auftrag zum Bau einer Kirche auf der Felseninsel. Aber der Bischof folgte auch der mehrfach wiederholten Aufforderung nicht, bis der Engel ihm mit seinem Finger ein Loch in den Schädel brannte. Im Jahr 933 annektierten die Normannen die Halbinsel Cotentin, wodurch die Insel strategisch bedeutsam an die Grenze zur Bretagne zu liegen kam. Eine erste Kirche im vorromanischen Stil wird errichtet, und die festungsartige Insel widersteht den Raubzügen der Wikinger. 966 gründet eine Gruppe von Benediktinermönchen das Kloster. In den folgenden Jahrhunderten werden Herzöge und Könige die großartige Architektur des Klosters finanzieren. 1017 begann Abt Hildebert II. mit dem Bau der zentralen Klosteranlage, die erst 1520 fertiggestellt sein sollte. Unglaublich was damals hier gebaut wurde. Vorallem unter dem Gesichtspunkt, dass das Material nur bei Flut über die See hergebracht werden könnte. Im 12. Jahrhundert war die Abtei Ziel großer Pilgerströme und verfügte über große Macht und Einfluss, was sich auch in der Gründung zahlreicher Tochterabteien niederschlug, so z. B. St Michael's Mount in Cornwall. Die Normandie kam zum französischen Königreich, und Philippe Auguste, König von Frankreich, ermöglichte im 13. Jahrhundert den Ausbau des Klosters im gotischen Stil (Das Gebäudeensemble La Merveille). Der Niedergang begann mit dem Hundertjährigen Krieg. Mont Saint-Michel wurde von den Engländern von 1424 bis 1434 belagert, aber zu keinem Zeitpunkt eingenommen. Die Stadt wurde dennoch fast vollständig zerstört. Trotzdem zog das Kloster in der Mitte des 15. Jahrhunderts noch Pilger an. 1469 wurde die Abtei Sitz des neu gegründeten Ritterordens Ordre de Saint-Michel. Zur Zeit der Französischen Revolution war das Kloster fast verlassen. Es wurde geschlossen (erst 1966 sollten die Mönche zurückkehren) und in ein Gefängnis umgewandelt, das ursprünglich für Regimegegner aus den Reihen des Klerus gedacht war. Der Berg erhielt den Namen Mont Libre, was dem Verwendungszweck zweifellos Hohn sprach. Zwischen 15 000 und 18 000 Menschen saßen hier ein, auch einige wichtige politische Häftlinge wie Raspail und Barbès, bis ab 1836 eine Bewegung um Victor Hugo sich für die Wiederherstellung des ihrer Meinung nach architektonischen Schatzes von nationalem Rang einsetzte. 1863 erfolgte die Schließung des Gefängnisses. 1874 wurde der Mont-Saint-Michel zum Denkmal (Monument historique) erklärt. Wir fahren zurück nach Martragny. |
Mont Saint Michel
Zugbrücke
viele Touristen können hier ihr Geld lassen
Kreuzgang |
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| 12. Tag - Caen und Kartoffelpuffer | ||
Caen Fußgängerzone
Caen Hotel de Ville |
Nach einem ausgiebigen Frühstück wollen wir Caen erobern. In nur knapp 20km Entfernung liegt die Hauptstadt der französischen Region Basse-Normandie. Mit knapp 114.000 Einwohner ist es die größte Stadt im Departement Calvados. Caen bedeutet soviel wie Schlachtfeld. Sicher aus dem Grund, dass schon immer heftige Gefechte hier stattgefunden haben. Zur Invasion 1944 war Caen als Eisenbahnknotenpunkt für die Alliierten besonders bedeutend. Die vollständige Einnahme von Caen gelang den Briten und Kanadiern erst knapp einem Monat nach der Invasion, am 9. Juli 1944. Dabei ist die Stadt fast völlig zerstört worden. Dementsprechend ist auch das Stadtbild. Nur ganz wenige alte Gebäude sind zu finden. Sonst postmoderne Gebäude. Caen überragt ein großes, dreckiges, nach einem Riesensilo aussehendes Gebäude - das Krankenhaus der Universität. Viel zu bieten hat Caen entsprechend nicht. Ein Schloß mit Zugbrücke und Mauer im Zentrum, von dem allerdings nicht viel zu sehen ist. Eine relativ große Fußgängerzone lädt zum Bummeln ein. Zum eigentlich shoppen sind wir Richtung Norden aus Caen heraus gefahren, dort sind kommerzielle Zentren, mit Carfour, Decathlon und ähnlichen Geschäften. Am Abend brutzeln wir Kartoffelpuffer. Doch irgendwie fällt ständig der Strom aus und die Pfanne kann nicht richtig ihre arbeit machen. Wer da wohl bei dem kühlen und feuchten Wetter einen Heizlüfter an hat?
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| 13. Tag - Bayeux | ||
Einen Tag haben wir noch, dann geht es schon wieder Richtung Deutschland. Da wir am nächsten Tag frühzeitig abreisen wollen, bezahlen wir bereits heute. Die freundlichen Damen vom Service (Französinnen und Engländerinnen) bemühten sich täglich. Lecker Baguette und Croissant haben wir jeden morgen dort gekauft. Ein bisschen Deutschunterricht für eine Tochter der Rezeptionistin, die Deutsch in der Schule lernt dazu. Als sie uns die Rechnung präsentierte, staunten wir nicht schlecht. Freundlicherweise hat sie vergessen, zwei zusätzliche Personen pro Tag zu berechnen. Zu dem belastete sie unser CampingCheque-Goldcard statt mit neun nur mit sechs Nächten. Tja... Danach packen wir langsam. Das Vorzelt wird abgebaut. Um mal richtig französische Luft zu schnuppern, besuchen wir noch ein Gartencenter. Enttäuscht verlassen wir es... Lebendtierverkauf (in der dunkelsten Ecke), die Waren lagern wie "bei Hempels unterm Sofa" im Verkaufsraum, dazu Preise... hui. Naja, wir wollten ja auch nur einen Eindruck haben. Am Abend gehen wir Essen in einem feinen Hotel in Port de Bessin. Dem wohl zum Inventar gehördenden Kellner ist es irgendwie zu viel, dass vier doofe nicht französisch sprechende Gäste hier etwas essen wollen. In wahnsinniger Geschwindigkeit serviert er... Aber, es hat sehr lecker geschmeckt. Neben Lachs haben wir auch Rochen gegessen. |
Gartenmarkt
Port de Bessin |
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zum Abschied ein toller Sonnenuntergang in Arromanches-les-Bain |
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| 14. Tag - Martragny (FRA) - Wilsum (GER) - 865km | ||
wir legen ab
Pont de Normandie |
Wieder erwartet uns ein "langer Kanten". Das Navi ist programmiert und inkl. Mautstraßen. Knapp € 40 müssen wir in Frankreich bis zu belgischen Grenze berappen. Aber es lohnt sich. Durch Frankreich fahren wir zügig. Höhepunkt ist die Pont de Normandie, über die wir nochmal fahren müssen. Wir passieren Calais, wo sich die Autobahn attraktiv durch die Hügellandschaft schlängelt und einen schönen Blick auf dem Ärmelkanal freigibt. In Belgien ist es anstrengender. Höhere Verkehrsdichte. Wir kommen genau in den Wochenendverkehr... Am Abend erreichen wir unser Ziel: Zeltplatz Wilsumer Berge. Natürlich ist die Rezeption geschlossen. Aber über die Sprecheinrichtung öffnet uns jemand die Schranke. Unsere Reservierung ist jedoch nicht angekommen (merkwürdig). Auf dem riesengroßen Campingplatz finden wir noch genügend Platz. Supermarkt, Bäcker, Badesee, Badestrand, ausreichende Einrichtungen für Kinder, Sanitärbereiche, dieser Zeltplatz hat wirklich alles! Und bestimmt tausende Gäste. Kosten: |
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